Corona-Lockerungen in Moskau: Minister stellt sich Sorgen der Wirtschaft

Die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) hat ein Online-Treffen mit Sergej Tscherjomin, Ressortleiter außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen in der Moskauer Regierung, organisiert.

Corona-Lockerungen in Moskau: Minister stellt sich Sorgen der Wirtschaft

Am 14. Mai hat die Deutsch-Russische Auslandshandelskammer (AHK) ein Online-Treffen mit Sergej Tscherjomin, Ressortleiter außenwirtschaftliche und internationale Beziehungen in der Moskauer Regierung, organisiert. Thema war das Russland-Geschäft nach der Corona-Pause. 65 in Russland tätige deutsche Unternehmen hatten die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen. 

Die Frage, die alle Moskauer – sowohl Russen als auch Ausländer – am meisten beschäftigt, ist: Wann haben die Corona-Beschränkungen ein Ende?

Die Unternehmen seien in der Lage, für die Sicherheit ihrer Mitarbeiter am Arbeitsplatz zu sorgen, sagte AHK-Vorstandschef Matthias Schepp. Dafür brauche man „Unternehmergeist und Gesetzestreue“.

Sergej Tscherjomin antwortete, dass sich die Moskauer Behörden bei der Lockerung der Corona-Restriktionen nach Vorgaben der Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadzor und nach „epidemiologischer Situation“ richten würden.

Аlexej Grigorjew, Chef der Moskauer Vertretung der METRO AG, erinnerte an die Erklärung von Oberbürgermeister Sergej Sobjanin, dass Cafés und Restaurants in der Hauptstadt als letzte öffnen würden. Doch Rospotrebnadzor habe vor kurzem empfohlen, die Betriebsverbote für die Gastronomie schon in der ersten oder zweiten Phase der Lockerungen aufzuheben. Laut Grigorjew könnte Moskau dem Beispiel Jekaterinburgs folgen, wo Straßengastronomie schon am 19. Mai öffnen darf.

Tscherjomin versicherte, dass die Moskauer Regierung diese Fragen und Vorschläge aus der Wirtschaft unter die Lupe nehmen werde.

Er erinnerte daran, dass die Hauptstadt zusätzlich zu den Stützungsmaßnahmen der föderalen Regierung ein eigenes Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gestartet habe. In diesem Rahmen werde erwogen, auch denjenigen Unternehmen die Einstufung als KMU zu ermöglichen, die mehr als 50 Prozent ausländische Kapitalbeteiligung haben. Damit hätten auch sie Anspruch auf staatliche Unterstützung, wie er bereits für andere Marktteilnehmer bestehe. 

Er erinnerte daran, dass die Hauptstadt zusätzlich zu den Stützungsmaßnahmen der föderalen Regierung ein eigenes Hilfsprogramm für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) gestartet habe. In diesem Rahmen werde erwogen, auch denjenigen Unternehmen die Einstufung als KMU zu ermöglichen, die mehr als 50 Prozent ausländische Kapitalbeteiligung haben. Damit hätten auch sie Anspruch auf staatliche Unterstützung, wie er bereits für andere Marktteilnehmer bestehe.

Matthias Schepp sprach Probleme an, auf die hochqualifizierte Fachkräfte bei der Einreise nach Russland in der Pandemie stoßen. „Technische Experten dürfen schon jetzt nach Russland einreisen. Doch ein Manager ist nicht weniger wichtig als ein Experte. Sergei Semjonowitsch Sobjanin etwa ist ja nicht weniger wichtig als seine Mitarbeiter“, äußerte der AHK-Vorstandschef.

Tscherjomin erläuterte, dass die Einladung ausländischer Fachkräfte während der Pandemie nicht in der Zuständigkeit der Regionen liege, sondern bei den föderalen Behörden. Deshalb müsse Moskau die Regierung der Russischen Föderation um Zustimmung bitten. Dennoch sei sein Ressort bei Bedarf bereit, „in Zusammenarbeit mit Kollegen auf föderaler Ebene deutsche Unternehmen zu unterstützen“.

Während der Online-Veranstaltung trugen auch Vertreter von Assmann Beraten+PlanenGetrialprice und anderen Unternehmen Tscherjomin ihre Sorgen vor. Antal Russia AO bot der Moskauer Regierung Hilfe bei der Suche nach medizinischem Personal an.

Feedback
Kontakt
Business-Center Fili Grad, Beregovoy Proezd 5A K1, Etage 17, 121087 Moskau. Fili
Google Map
Telefon:

+7 495 234 49 50

Fax:

+7 495 234 49 51

Danke für Ihre Anfrage!