Nord Stream 2 droht neue Hängepartie

Die Inbetriebnahme der vor kurzem fertiggestellten Ostseepipeline Nord Stream 2 könnte sich bis zum 8. Mai 2022 verzögern, da die EU-Kommission die mögliche Zertifizierung der deutschen Regulierungsbehörde (Bundesnetzagentur) noch überprüfen muss. Das meldeten die Wirtschaftsnachrichtenagenturen Bloomberg und RBC.

Nord Stream 2 droht neue Hängepartie

Die deutsche Regulierungsbehörde muss nach eigener Auskunft bis zum 8. Januar eine vorläufigen Zulassungsbescheid vorlegen. Die Bundesnetzagentur prüft derzeit, ob der Betrieb der Pipeline und der Vertrieb des Gases ausreichend getrennt ist. Danach wird die Pipeline zwei Monate lang von der EU-Kommission auf ihre Übereinstimmung mit den europäischen Energievorschriften geprüft. Zwar hat der Beschluss der EU-Kommission keine bindende Kraft hat, doch die Überprüfung könnte bis zum 8. Mai 2022 dauern: Für die Beschlussfassung stehen zwei Monate mit der Option auf weitere zwei Monate zur Verfügung.

Hinzu kommt, dass das US-Außenministerium weiterhin gegen Nord Stream 2 vorgeht - mit kaum kalkulierbaren Folgen für das gesamte Projekt.

Wie das Wirtschaftsnachrichtenportal RBC unter Berufung auf den russischen Außenminister Sergej Lawrow berichtete, wird die deutsche Regulierungsbehörde das Genehmigungsverfahren für den Betrieb der Pipeline bis Anfang 2022 abschließen.

Der erste Strang der Pipeline wurde Mitte Oktober mit technischem Gas befüllt.  Nach Angaben des Projektbetreibers, die Nord Stream 2 AG, beläuft sich die eingespeiste Gasmenge auf rund 177 Millionen Kubikmeter, was einem Druck von 103 bar entspricht. Laut Alexej Griwatsch, Vize-Direktor des Nationalen Energiesicherheitsfonds, wurde die Leitung mit technischem Gas befüllt, um zu prüfen, dass sie luftdicht ist und keine Lecks aufweist.

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte diese Tage angekündigt, dass der zweite Strang von Nord Stream 2 bis Mitte oder Ende Dezember mit Gas befüllt werde.

Quelle: Bloomberg, RBC

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