Russland Schlüsselakteur bei Wasserstofftechnologie

Wasserstoff ist eine der wichtigsten Energiekomponenten für den Übergang in eine Welt mit weniger CO2-Emissionen. Experten zufolge ist Russland einzigartig positioniert, um ein Schlüsselakteur in dieser Technologie der Zukunft zu werden. Geografisch gesehen befindet sich Russland zwischen zwei der größten Märkte für Käufer von Wasserstoffenergie und verfügt dank seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit Öl und Gas über eine der am besten geeigneten Infrastrukturen, um ein Exporteur von Wasserstoff zu werden. Darin waren sich die Panelisten beim Auftaktpanel des 3. Branchenforums der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) einig, an dem mehr als 1000 Firmenvertreter teilnahmen.

Russland Schlüsselakteur bei Wasserstofftechnologie

"Die zwei Milliarden Euro, die Deutschland für die internationale Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung der Wasserstoffenergie bereitstellt, werden hauptsächlich für Projekte verwendet, die einen geringen CO2-Fußabdruck aufweisen”, erklärte Andreas Kuhlmann, CEO der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena), auf dem 3. Branchenforum, das von der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer (AHK) organisiert wurde. Die klare Priorität sei der grüne Wasserstoff, der durch Wasserspaltung aus erneuerbaren Energien wie Wind, Wasser und Sonne gewonnen wird.

Jewgenij Pakermanow, Präsident von Rusatom Overseas, einer Tochter des russischen Staatskonzerns Rosatom, verwies auf die günstige CO2-Bilanz von aus Atomstrom hergestelltem Wasserstoff, was „auch die Europäische Kommission so sieht“, und auf die jahrzehntelange Zusammenarbeit mit deutschen Firmen wie beispielsweise Siemens. 

Prof. Armin Schnettler, Executive Vice President und CEO von New Energy Business bei Siemens Energy, erklärte, dass das Unternehmen, das er vertritt, einer der Pioniere auf dem Gebiet Wasserstoff ist: "Siemens hat eine lange Tradition in Russland und wir sehen großes Potenzial für eine Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Entwicklung dieser Technologie, die die Zukunft der Energie gestalten wird." Auch konkrete Schritte zur Zusammenarbeit sind in Vorbereitung: "Wir sind bereits in Gesprächen über Großprojekte. Da wir einer der Marktführer bei wasserbetriebenen Zügen sind, könnte dies ein Bereich der Zusammenarbeit sein. Wir sollten groß denken.”

Als eingeladene Ehrengäste stellten Kirill Molodzow, Berater des Leiters der Präsidialverwaltung der Russischen Föderation und Pawel Sorokin, der als stellvertretender Minister für Energiewirtschaft für das Thema Wasserstoff zuständig ist, das Diskussionsthema vor.

Pawel Sorokin, stellvertretender Minister für Energiewirtschaft

Wir sind in engem Kontakt mit deutschen Unternehmen, um bei Wasserstoff auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten. Bei der Herstellung, beim Transport und beim Verbrauch von Wasserstoff

Pawel Sorokin, stellvertretender Minister für Energiewirtschaft

Dr. Markus Schöffel, Manager Sustainable Production bei ThyssenKrupp Steel Europe AG, sieht Russland als einen der wichtigsten zukünftigen Akteure im Energiebereich: "Das Land hat große Chancen, einer der Profiteure des zunehmenden weltweiten Fokus auf eine Energiewirtschaft mit geringem CO2-Ausstoß zu werden. Russland ist bereits einer der größten Erdgasexporteure, hat daher die Infrastruktur, um ein Akteur auf dem Gebiet der Wasserstoffenergie zu sein, und die Möglichkeiten, im größten Land der Erde erneuerbare Energie zu erzeugen, sind ebenfalls gewaltig."

Russlands führender Wasserstoff-Forscher und Mitautor der russischen Wasserstoff-Roadmap Jurij Dobrowolskij schlug vor, die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 auch für den Transport von in Russland produziertem Wasserstoff nach Deutschland zu nutzen.

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