Henkel

Henkel macht sauber, schön und hält zusammen

Ein strenger, hellgrau beworfener Zweckbau mitten in einer bevorzugten Wohnlage nahe des Boulevardrings der russischen Kapitale. Nur ein verhältnismässig dezentes Marken-zeichen, oval in weiss und hellrot, gleich neben dem  Eingang in das Gebäude, verrät, wer in dem massiven siebenstöckigen ‚Europa‘-Haus seinen Sitz hat: Henkel. Der Grosskonzern aus der nordrhein-westfälischen Hauptstadt Düsseldorf. Ordentlich und aufgeräumt, nüchtern und funktional präsentiert sich auch die hohe Empfangshalle, genau wie die Bürofluchten und großzügigen Konferenzräume. Eine irgendwie unverkenn- und spürbar deutsche Atmosphäre. Dabei wäre für ein solch weltumspannendes Unternehmen von einem solch milliardenschweren Marktwert eine solch offensichtliche Zurückhaltung garnicht nötig, macht es aber umso sympathischer.

Der einzige dekorative Schmuck im Eingangsbereich ist die eherne Büste des Gründers der Familienfirma, Friedrich „Fritz“ Karl Henkel. Der hatte am 26.September 1876 die Waschmittelfabrik ‚Henkel&Cie’ in Aachen aufgemacht und zwei Jahre später schon an den Rhein verlegt. Waschmittel, ‚Laundry and Home Care‘, sind bis heute und wohl auch für das Morgen einer der drei Geschäftsbereiche, die zu je ungefähr gleichen Teilen zum globalen Erfolg von Henkel beitragen, so wie die Sparten ‚Beauty Care‘ und ‚Adhesive Technologies‘.

Am Anfang der Erfolgsgeschichte der Henkel auf dem internationalen Markt stand der Unternehmensbereich Laundry & Home Care. Marken wie Persil, Losk oder Pril sind aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken.

Henkel steht zwar nicht überall prominent drauf, ist aber überall drin. Die Produkte wie ‚Persil‘ und in Russland auch ‚Losk‘ und ‚Laska‘ sind in fast jedem Haushalt zu finden. Zusammen mit anderen, oft lokal entlehnten Waschmittel-Marken, verkauft Henkel mit nicht weniger als beeindruckenden 25 Milliarden Waschmittel-Ladungen textile Sauberkeit – pro Jahr, weltweit. Jede einzelne Sekunde landen mehr als 20 Henkel Haarfärbe-Produkte in Einkaufstaschen rund um den Globus, Henkel-Marken wie ‚Schwarzkopf‘, ‚Fa‘ und ‚Syoss‘ sind auch in Russland führend in ihren Segmenten.

Die Kosmetikmarken von Henkel stehen in Russland für Qualität und Innovationen — und das seit mehr als 25 Jahren. Das Henkel-Werk in Noginsk war der erste Produktionsstandort des Unternehmensbereichs Beauty Care in Russland.

Und das Vertrauen in seine Klebstoffe hat Henkel zur unangefochtenen, universalen Nummer 1 gemacht. Im Heimatmarkt Deutschland kennt das Haushalts- und Handwerkerprodukt ‚Pattex‘ jeder, im hiesigen russischen genauso, aber unter dem schon aus Sowjetzeiten bekannten, übernommenem Namen ‚Moment‘. Aber auch auf dem industriellen Sektor, zum Beispiel bei der Automobilproduktion, wächst die Bedeutung der Verwendung von Klebstoffen anstelle von Schweißarbeiten, allein schon in Bezug auf die Reduzierung der Masse des Autos.

Die legendäre Marke Moment wurde im tosnoer Werk bereits zu Sowjetzeiten nach der Henkel-Formel hergestellt. Henkel Adhesive Technologies ist weltweit führend mit hochwirksamen Lösungen. Moment steht heute für Zuverlässigkeit und ist die beliebteste Klebstoffmarke in Russland.

Was macht ein Unternehmen, wenn es in allen seinen Produktsegmenten mit 143-jähriger Tradition im Rücken längst an der Spitze angekommen ist – global und in Russland? Ziel-orientiert weiter der festgeschriebenen ‚Corporate Culture‘ folgen und sich immer wieder neu erfinden.

  • Geschäftsgrundlage: Schaffen eines nachhaltigen Wertes.
  • Vision: Führend mit unseren Innovationen, Marken und Technologien.
  • Mission: Unseren Kunden und den Verbrauchern weltweit als vertrauensvoller Partner aus führender Position in allen entsprechenden Märkten zu dienen – als ein leidenschaftliches Team, durch geteilte Werte vereint.
  • Werte: Kunden und Verbraucher – Menschen – Finanzielle Ergebnisse – Nachhaltigkeit – Familiengeführtes Unternehmen.

Auf dieser soliden Basis setzt das Gesamtunternehmen Henkel seine Entwicklungspriori-täten in seiner ‚Strategie 2020+‘: Finanzierungswachstum, Wachstumsförderung, Agilitätssteigerung, Digitalisierungsbeschleunigung.

In allen drei Business-Bereichen gehört der Konzern zu den Marktführern in Russland: Henkel ist hier Nummer eins bei Adhesives Technologies, Beauty Care sowie Laundry & Home Care. 

Sergey Bykovskikh, der Präsident von Henkel Russland und General Manager der ‚Beauty Care‘-Sparte hierzulande und für die GUS-Staaten, ist seit 25 Jahren bei Henkel und zwangsläufig krisenerfahren. Er denkt nicht im Entferntesten daran, politischem und wirtschaftlichem Druck je nachzugeben. Nein, ganz im Gegenteil, er weiss, dass in von Einzelunternehmen unbeeinflussbaren Umfeldsituationen und rapide wachsendem Verbraucherverlangen nach Innovation, Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit alternative, kreative Lösungen für kontinuierliches Wachstum gefragt sind.

So auch zum Beispiel die Berücksichtigung eines geänderten Verbraucherverhaltens von prestigegesteuert zu eher bedarfsorientiert und dem Warten auf zusätzliche Werbeaktionen. Oder entsprechend der wachsenden Bedeutung älterer Bevölkerungsschichten die Entwicklung passender Produkte, genauso wie eine stärkere Beachtung der anspruchsvolleren Erwartungen der jüngeren Generation. Die Erfolge in der Kosmetik-Industrie seien besonders innovationsabhängig, deshalb rotiere das komplette Produktportfolio bei Henkel’s ‚Beauty Care‘ spätestens alle drei Jahre – noch schneller sei das nur noch im ‚High-Tech‘-Bereich der Fall. Zurückschalten, gar aufgeben, gelte nicht, das beschädige nachhaltig die Kunden- wie Verbrauchertreue und Loyalität in jeder Beziehung: 

“Russische Verbraucher vergessen nicht. Denjenigen, die in schwierigen Zeiten den Markt verlassen, um auf den heimischen Markt zu vermeintlich vielversprechenderen Zeiten zurückzukehren, können sie nicht verzeihen.“

Selbstbewusst und überzeugend eloquent in drei Sprachen – Russisch, Englisch und Deutsch – erläutert der gelernte Journalist die Mission und die Strategie des Unternehmens und ein bei Henkel raumgreifendes, konsequentes Umdenken im Führungsstil sowie die Rolle der Mitarbeiter. Da heisst es zum Beispiel auf Plakaten gedruckt und unübersehbar in Bürofluren hinter Glas bildhaft dargestellt: ‚Wir handeln als Geschäftsleute.‘ ‘Wir arbeiten als starkes Team.’ ‚Wir wecken in Menschen Enthusiasmus.‘ ‚Wir tragen Verantwortung für unsere Ergebnisse.‘

Wir tragen Verantwortung für unsere Ergebnisse.

Maxime, die fast wie die hehren Ziele einer eingeschworenen Lebensgemeinschaft klingen. Und tatsächlich entsprechen sie der geänderten Erwartungshaltung einer jüngeren Gene-ration, die heute weniger bereit ist, gerade in Russland noch existierenden, historisch gewachsenen hierarchischen Strukturen zu folgen, stattdessen mit auch persönlich ge-winnbringender Eigeninitiative und in agilem Teamgeist zu handeln. Auch die hochaktuelle Forderung nach ‚Diversity‘ ist bei Henkel’s globaler 53 000-Mannschaft bereits eindrucksvoll umgesetzt: Die Angestellten kommen aus 120 Nationen und 34,7% des Managements führen Frauen.

Im nächsten Jahr feiert Henkel hierzulande stolze 30. Henkel hat gleich von Beginn an auf diesem schnellaufbauenden Markt energisch gearbeitet und heute zählt Russland aus guten Gründen zu den fünf wichtigsten Märkten der Gesellschaft. Den stetig wachsenden Erfolg des deut-schen Vorzeigeunternehmens in der russischen Föderation beweist allein schon die beeindruckende Zahlenparade: von 0 auf heute bald 2 600 Mitarbeiter – darunter nur noch sieben ‚Expats‘, die in 10 Werken, 12 Regionalbüros quer durchs Land und in der Moskauer Zentrale im letzten Jahr 1 Milliarde Umsatz erwirtschaftet haben.

Das hat Henkel im prestigeträchtigen ‚Forbes‘-Ranking unter die ‘Top 30’ der grössten internationalen Firmen in der Russischen Föderation katapultiert. Mit einem beachtlichen Investitionsvolumen von 265 Millionen Euro über die letzten 10 Jahre werden inzwischen über 80% der Henkel-Produkte auf dem lokalen Markt hergestellt, entsprechend viele Arbeitsplätze wurden geschaffen und 20 Millionen Rubel in den vergangenen vier Jahren karitativen Zwecken zugeführt. Dem globalen Henkel-Streben nach ‚Leadership in Sustainability‘ trägt die seit 2010 erreichte Reduktion von Energie, Wasser und Abfall von starken 30% in neun russischen Produktionsstätten Rechnung. 

„Im vergangenen Jahr haben wir die Strategie um weitere Ziele ergänzt, die den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erleichtern“, sagt Bykovskih. „Bis 2025 plant Henkel nur Verpackungen zu verwenden, die recycelt, wiederverwendet werden können oder biologisch abbaubar sind. Der Anteil von recyceltem Kunststoff in der Verpackung unserer Produkte in Europa sollte bis zu diesem Zeitpunkt 35% erreichen.“

In fünf Jahren haben Freiwillige des Projekts "Henkel Forscherwelt" Schulungen für mehr als 4000 Schüler aus Moskau, Noginsk, Perm, Engels, Saratow, Tosno und St. Petersburg durchgeführt.

Henkel unterstützt auch soziale Initiativen. Seit fünf Jahren entwickelt das Unternehmen die ‚Henkel Forscherwelt‘, die Kinder von acht bis zehn Jahren mit spannenden Experimenten in die faszinierende Laborentwicklung unter Berücksichtigung des nötigen Umweltbewusstseins einführt. Henkel lässt auch problembeladene  soziale Gruppen wie Frauen, die sehr früh Mütter geworden sind, nicht außer Acht. Die Abteilung Beauty Care arbeitet bereits seit einigen Jahren mit dem Moskauer Krisenzentrum für Frauen und Kinder im Rahmen der Initiative ‚Million Chances‘ zusammen. Es wurden bereits zwei Projekte umgesetzt, von welchen eines jungen Frauen die Möglichkeit bot, das Friseurhandwerk zu erlernen. Das alles macht Henkel auch zu einem verantwortungsbewussten, geachteten ‚Corporate Citizen‘ Russlands.

Henkel war Generalsponsor der Ausstellung "Die Russland-Meister: eine Leitungsschau der deutschen Wirtschaft in Russland" in St. Petersburg, die auf das Engagement der deutschen Konzerne, kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie Startups in Russland aufmerksam macht.

Sieht ganz so aus, als habe die Familienfirma Henkel 2020 nach 30 Jahren in Russland wirklich etwas ordentlich zu feiern. Schonmal Glückwunsch.

Frank Ebbecke


Die Russland-Meister auf enen Blick

Lamoda

Lamoda

Hinter Russlands führendem Onlineshop für Mode stehen junge Manager aus Deutschland

– Mehr...
Bosch

Bosch

Das deutsche Weltunternehmen Bosch ist längst auch in Russland zuhause

– Mehr...
Feedback
Kontakt
Business-Center Fili Grad, Beregovoy Proezd 5A K1, Etage 17, 121087 Moskau. Fili
Google Map
Telefon:

+7 495 234 49 50

Fax:

+7 495 234 49 51

Danke für Ihre Anfrage!