Viessmann

Komplett. Effizient. Nachhaltig.

Ein Unternehmen wie geschaffen für Russland

Es ist Dezember. Nur einer von den bis zu sechs in vielen Regionen des weiten Landes bitterkalten Wintermonaten. Das Riesenreich im Osten Europas und zu zwei Dritteln auf dem asiatischen Kontinent ist zu seinen grössten Teilen nicht gerade von der Sonne verwöhnt. Und das geopolitisch anhaltend frostige Klima trägt ja nun auch nicht gerade zum anheimelnden Wohlfühlen bei. Da sind die Heiztechnik-Experten von Viessmann doch genau am rechten Platz und produktiv zur Stelle.

Die Viessmann Group ist einer der international führenden Hersteller von Energiesystemen

Dezent, aber in Silber, glänzt ein ‚V’ am Revers seines dunkelblauen Jacketts. Das könnte mit einiger Sicherheit zum Ende dieses Jahres zu einem goldenen mutieren, erklärt Marius Schubert, der Vertiebs-General Direktor. Nicht ohne Stolz, mit Fug und Recht: Das ‚V‘ steht erstmal selbstredend für Viessmann, dann lässt es sich gut und gerne als ‚Victory‘ deuten, die Beschaffenheit des Edelmetalls steht für’s Ranking beim firmeninternen Verkaufserfolg eines Jahres. 

Und da spielt Viessmann Russland schon weit oben mit: Trotz eskalierender Sanktionierungsquerelen, limitierender Konterattaken und daraus folgendem schwächelndem Investitionsklima hat Viessmann Russland in diesem Geschäftsjahr satte 30% Rubel-Umsatz drauflegen können, das macht in Euro ein Rekord-Ergebnis über 45 Millionen. 

Also, nicht ohne Grund rangiert Russland neben den offensichtlich potentiellen  Focus-Ländern China, USA, Kanada und England in der Viessmann-Weltliga aus 74 Märkten und hat im letzten Jahr u.a. schon den begehrten ‚Otto Wolf von Amerongen-Mittelstandspreis‘ der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer eingeheimst. Hier in Moskau schlägt das Herz des Riesenlandes. Natürlich wird auch von hier im Viessmann-Hauptquartier mit 110 Mitarbeitern die Pulsschlagzahl der Geschäftsentwicklung vorgegeben.

Die Fertigung der gewaltigen Heizkessel für den industriellen Einsatz im gerade anderthalbjährigen Werk in der Umgebung von Lipetsk tragen zum ansehnlichen Geschäftsergebnis gehörig bei, dem sanktionsbedingt staatlich geförderten Aufbauboom und folgerichtig aufkeimendem Investitionswillen für heimische Werkstätten in allen möglichen Produktbereichen sei Dank.

Auch wenn, wie sich Russland-Chef Marius Schubert freut, die sogenannten ‚Flächenprodukte‘, die Heiz-Systeme für den privatwirtschaftlichen und Kommunalverwaltungs-Einsatz, dreiviertel des diesjährigen Jahresumsatzes ausmachen, läuft das Geschäft der Viessmann-Sparte ‚Industrie Systeme‘ mit gewinnbringenden Zukunftsaussichten so rund wie die Kessel. Dabei hatte sich das Management der Familienfirma die Entscheidung zur russischen Lokalisierung, wenn auch von staatswegen zwangsläufig gefordert, mitten in der wiederholten Krise wahrlich nicht leicht gemacht.

Bereits seit 2013 wurden unter dem Projektnamen ‚Eisbär‘ etliche Standorte im weiten Land begutachtet, analysiert, besichtigt und eine Ansiedlung vor Ort mit den zuständigen Behörden verhandelt. Hauptparameter beim langjährigen Auskundschaften waren zum einen die logistisch günstige Nähe zu den erforderlichen Zulieferern, vor allem Betrieben, die hochwertigen Stahl herstellen, aber vor allem die Möglichkeit, eine Produktionsstätte hochziehen zu können, die bis ins kleinste Detail den weltweit geltenden Qualitätsanforderungen aus der Zentrale entspricht. Selbst Teppichböden und Büromöbel entsprechen in Design und Hochwertigkeit auch hier, in der letztlich ausgewählten ‘Special Economic Zone‘ (von diesen staatlich geförderten Industrieansiedlungsgebieten gibt es inzwischen acht in Russland) von Lipetsk, dem festgefügten Firmen-Standard.

Darüber wacht seit Gründung 1917 bis heute ein Familien-Management im hessischen Allendorf an der Eder. Die jüngste Generation im operativen Geschäft vertritt der gerademal knapp dreißig-jährige Maximilian Viessmann. 

So hat es die Firma schliesslich auch zu 23 Produktionsgesellschaften in 12 Ländern, zu Vertriebsgesellschaften und Vertretungen in 74 Staaten sowie 120 Verkaufsniederlassungen gebracht. 

Insgesamt 12 100 Angestellte haben 2017 einen Gruppenumsatz von rund 2,37 Milliarden Euro erwirtschaftet. Mit innovativer Heiztechnik, Industrie- und Kühlsystemen von hohem Leistungswert und ebenso hohem Anspruch an zukunftsweisenden Lösungen im Sinne von Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.

Heiko Schaefer, der Werks-General Direktor, ist ein wahrer Veteran des Unternehmens, seit 34 Jahren ein ‚Viessmann‘ und hier in tiefster Provinz der einzige ‚Expat‘. Viessmann hat hier für neue, sichere Arbeitsplätze einheimischer Fachkräfte gesorgt.

Einer der derzeit 90 davon kann gar beide Pässe vorweisen. Der Russlanddeutsche Jurij Eirich, ursprünglich aus dem angestammten Siedlungsgebiet um das sibirische Omsk, war gleich in den 1990ern dem Ruf in die Bundesrepublik gefolgt, nach mehr als 20 Jahren hatte es ihn aber wieder zurückgezogen. Nun ist der gelernte Konstrukteur glücklich, seine geburtsbedingte, zweistaatliche Herkunft hier bei Viessmann Lipetsk einbringen zu können.

Heiko Schaefer lobt die Expertise und Arbeitskraft von allen in seiner russischen Viessmann Pilotmannschaft. Genau wie die von den umgebenden Geschäftspartnern, die rund 60% der notwendigen Teile zuliefern. Lediglich spezielle Viessmann-patentierte Komponenten und Stahlrohre werden noch importiert.  

Das hier auch Stahlkessel-Kolosse von bis zu 3 Metern Durchmesser, 7 Metern Länge, über 14 Tonnen Gewicht und über 8 Megawatt Leistung geformt, geschweißt, geschliffen, gehämmert und fertiggestellt werden ist kaum auszumachen. Die weitläufige Werkshalle wirkt so geordnet, aufgeräumt und sauber, dass man beinahe ‚vom Boden essen‘ könnte. Heiko Schaefer weiss zu berichten, dass im Stammwerk Allendorf Fachkräfte sogar in weißen Kitteln ihre Arbeit tun. Eher vorstellbar in den akkuraten Räumlichkeiten der Schulungs-Akademie und den Laboratorien zur Qualitätssicherung, einem – wie gesagt – durchgängig zentrales Viessmann-Credo. Hier werden so gut wie werktäglich Mitarbeiter, Vertreter von Zulieferern und Partnern, bestehende wie interessierte Kunden durchgeschleust und von der Viessmann-Qualität in Innovation, Produktion, Service, Zukunftssicherheit und Preiswürdigkeit direkt an der versammelten Produktpalette trainiert und überzeugt.

Die Viessmann Group. Komplett. Effizient. Nachhaltig.

Neben den russischen und deutschen Nationalflaggen wehen zwei weitere Fahnen kräftig im eisigen Winterwind: eine rote für ‚Viessmann‘ und eine weiße mit den graphischen Symbolen der fünf Energieträger, für die das Unternehmen weltweit erfolgreiche Anwendungs-Systeme entwickelt und herstellt – Öl, Gas, Sonne, Holz und Erde. Sie markieren ein beachtliches, großzügig ausbaufähiges Flächenareal, von dem das neue Werk, unter deutscher Bauaufsicht ausschließlich von russischen Baufirmen errichtet, erstmal kaum die Hälfte beansprucht. ‚We create living spaces for generations to come‘ verspricht eine globale Viessmann-Positionierungsaussage. Nun, ganz offensichtlich – auch für die Zukunft von Russland und seinen Russen.

Frank Ebbecke


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