ebm-papst

So wichtig wie die Luft zum Atmen

Ein Chamäleon weist den Weg. Unübersehbar, weil übermannshoch und leuchtend grün. Das Riesenstofftier steht gleich vor dem Eingang des vollverglasten Chefbüros im Gross-raum-Arbeitsplatz der russischen Vertriebsgesellschaft des deutschen Ventilatoren- und Motoren-Herstellers ebm-papst in Mytischi nahe der Hauptstadt.  Alexander Tsypin, General Direktor, promovierter Ingenieur und Dozent an einer renommierten Moskauer Technischen Universität, erklärt. 

Das Charakteristische eines solchen Tieres symbolisiere genau das, was seine Firma zum ‚Global Player‘ gemacht habe und antreibe: ständig im Wandel, alles drehe sich ums Optimieren und neu erfinden. 

‘Green Tech‘ von ebm-papst: Das runde, grüne Markenzeichen mit selbstbewusstem ‚ok’-Häkchen, prangt als Güte-siegel auf jedem Produkt. ‘Jedes neue Produkt muss besser sein als sein Vorgänger‘ fordert die Innovationsstrategie des Hauses, und das nicht nur ökonomisch, sondern vor allem auch ökologisch: zielgerichtete Forschung und Entwicklung auf Hochleistung, ma-terielle Nachhaltigkeit und umweltfreundliche Produktionsmethoden, höchste Energie-Effizienz und maximaler Kundennutzen.

Das Chamäleon steht gleich vor dem Eingang des vollverglasten Chefbüros.

Nach diesen Vorgaben hat ebm-papst die beein-druckende Zahl von 20 000 Produkten der Luft- und Antriebstechnik im Angebot. Sie werden zum Beispiel in Lüftungs-, Klima- und Kältetechnik, in Haushaltsgeräten, in der Heiztechnik, in IT- und Kommunikationsanwendungen, in Pkw’s und Lkw’s gebraucht, sie sind in der Dresdner Semperoper zu finden und auf den Dächern australischer Super-märkte oder auch in den Wagen der Moskauer Metro und der russischen Eisenbahn.  

In den letzten 15 Jahren habe ebm-papst (Gründungsjahr 1963 mit 35 Mitarbeitern) weit mehr Innovationen in Umlauf gebracht als in ihrer gesamt weit über 50-jährigen Geschichte zuvor, weiß Alexander Tsypin zu berichten.

Heute werkeln 650 hochqualifizierte Inge-nieure und Techniker tagtäglich in Forschung und Entwicklung. Was schon bislang dabei herausgekommen ist, bietet praktisch für jede mögliche Aufgabe eine passende Lösung. Und wenn nicht, kommen die ebm-papst-Spezialisten mit Sicherheit auf eine maßgeschneiderte Idee, am besten in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Geschäftspartner. Kundennähe und flexible Marktbearbeitung waren auch die Antriebsfaktoren, in boomenden Nationen wie Indien und China, sowie in der weltweit größten Marktwirtschaft, den USA, in regionale Entwicklungszentren zu investieren.

Rund um den Globus beschäftigt ebm-papst über 15 000 Mitarbeiter, davon mehr als ein Drittel im Ausland, in 27 Produktionsstätten und an 48 Vertriebsstandorten. 3 500 Mitarbeiter arbeiten am Hauptsitz von ebm-papst, in Mulfingen. Wo? Ja, wo sonst: Das gerademal 3 700 Seelen-Örtchen ist ein beschaulicher Flecken vor lieblich schöner Naturkulisse im Nordosten einer angestammten Domäne deutscher Tüftler und erfolgreicher Geschäftsleute, in Baden-Württemberg. Dr.ing. Alexander Tsypin, mit erst 38 Jahren ebm-papst-Leiter in der Russischen Föderation, schätzt und lobt nach seinen Lehr- und Wanderjahren durch europäische amerikanische Multis, besonders die weltumspannende, geradezu familiäre Teamatmosphäre im Unternehmen als einen weiteren Erfolgsfaktor, der sich auch überzeugend in Zahlen ausdrücken lässt:

zwei Milliarden Umsatz, von denen 2017 der russische Markt 22 Millionen beisteuern konnte.


Das, was dieses Unternehmen macht, ist nicht für jeden sichtbar, doch für eine gesündere Umwelt unverzichtbar. Und für professionelle Ingenieure erste Wahl, wie ein Firmenversprechen sagt. Und das weltweit.

Aus zwei Familienfirmen hervorgegangen ist ebm-papst als Markt- und Technologieführer bei der Entwicklung und Herstellung von Ventilatoren und Motoren nicht nur hochangesehen, sondern auch höchsterfolgreich.

Gerhard Sturm, mit leidenschaftlicher Erfindungsgabe auf seinem Fachgebiet und Pionier der Familienfirma, heute Vorsitzender des Aufsichtsrats, verkörpert mit seinen 84 Jahren den wachen Geist des Unternehmens, ganz auf die traditionelle südwestdeutsche Art: ‚freundlich, professionell, bescheiden aus Überzeugung’, wie festgeschrieben im ‘Management-Stil’ von ebm-papst. Aber stolz auf die zahlreichen Auszeichnungen für ihre Innovationen und nahezu 1 000 internationalen Patente sind die Windmacher aus dem Jagsttal trotzdem. Berechtigt.  

Russland ist auch für ebm-papst und seinen einheimischen Generaldirektor Alexander Tsypin weiter ein zukunftsträchtiger Wachstumsmarkt. Auch wenn die Sanktionsspirale infolge der abgekühlten Polit-Lage zwischen West und Ost seinen Sprengel an die 50% Umsatz gekostet hat, wie er selbstredend bedauert. Denn alle Firmenerzeugnisse müssen komplett eingeführt werden, die Zölle sind entsprechend hoch. Die Aufnahme lokaler Pro-duktionsstätten lohne sich erst bei entsprechend hohen Stückzahlen. 

Als Beispiel nennt er das Moskauer Metro-Netz. Das soll sich gemäß Stadtplanung von 300 Kilometer auf über 1000 Kilometer in den kommenden Jahren Schritt für Schritt ausweiten. 

Darauf freut sich der ebm-papst-Statthalter Alexander Tsypin. Denn je länger die Strecken werden, desto mehr Züge werden eingesetzt, in denen sich dann noch mehr seiner versteckten Ven-tilatoren drehen, damit den täglich fast 10 Millionen Fahrgästen nicht die Luft wegbleibt.

Es sei schließlich alles in stetigem Wandel, sinniert Alexander Tsypin, wie so typisch, besonders hierzulande. 

Eben auch der Wandel zum Besseren. So steht gleich neben dem anfangs beschriebenen Symboltier ein weiterer Motivationsaufruf – ein großes Rollposter mit der Aufschrift ‚ONE‘, soll ausgelesen heißen: Opportunity (Chance) – Network (Vernetzung) – Efficiency (Leistungskraft). Die Welt wird sich weiterdrehen – ebm-papst Ventilatoren genauso.  

Frank Ebbecke

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