Beton-Messe in St. Petersburg: Deutsche Qualitätsprodukte gefragter denn je

Fast 100 Aussteller aus zehn Ländern sind auf dem derzeit laufenden 17. Internationalen Betontechnologieforum ICCX 2021 in St. Petersburg vertreten. Mehr als die Hälfte der Aussteller sind Unternehmen aus Deutschland. Die Ausstellung und die mit Unterstützung der Deutsch-Russischen Auslandshandelskammer organisierte Konferenz finden vom 7. bis 10. Dezember statt.

Beton-Messe in St. Petersburg: Deutsche Qualitätsprodukte gefragter denn je

Das große Interesse deutscher Unternehmen an der Messe der Betonbranche in der Newa-Metropole ist kein Zufall. Der Wohnungsbau in Russland hat deutlich an Tempo gewonnen: Allein im Oktober 2021 wurden im Land 9,8 Millionen Quadratmeter Wohnraum gebaut, das sind 33,3 Prozent mehr als im Oktober des Vorjahres. Russische Bauunternehmer sind dringend auf zuverlässige Lieferanten und Qualitätsprodukte angewiesen. 

Doch die Baubranche steht vor einer neuen Herausforderung: Sie ist für 38 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Davon entfallen sechs bis acht Prozent auf die Betonherstellung. Das Zementwerk Cesla von HeidelbergCement im Leningrader Gebiet arbeitet seit mehr als acht Jahren am Abbau der CO2-Emissionen. Das Unternehmen lieferte Zement für große Bauprojekte in St. Petersburg: den Wolkenkratzer Lakhta Center, die WHSD-Autobahn und die Gazprom-Arena.

"Laut einer AHK-Umfrage erwarten 30 Prozent der deutschen Unternehmen, dass die Baukonjunktur in Russland sogar noch Steigerungspotenzial hat. Hier sehen wir großes Potenzial für die deutsch-russische Zusammenarbeit"

Alexandra Kiseleva, stellvertretende Leiterin der AHK-Filiale Nordwest

"70 Prozent des Kohlendioxids wird bei der Herstellung von Klinker, dem Hauptbestandteil von Beton, erzeugt. Wir reduzieren den Einsatz von Klinker im Zement, indem wir ihn durch mineralische Ersatzstoffe ersetzen", sagte Pavel Parfenov, technischer Experte beim Zementwerk Cesla. 

Darüber hinaus hat das Werk den Klinkerofen von Kohle auf Gas umgestellt. Die CO2-Ausstöße wurden 2019 im Vergleich zu 1990 um 22 Prozent gesenkt. Heute gehört HeidelbergCement zu den Vorreitern bei der Dekarbonisierung der Zementindustrie in Russland und weltweit. 

Die meisten der auf der Messe vertretenen deutschen Unternehmen sind nicht zum ersten Mal da. MBK, ein Hersteller von Schweißgeräten für die Bau- und Betonindustrie aus dem baden-württembergischen Kisslegg, war erstmals 2005 auf dem Forum dabei. Seitdem hat das Unternehmen  nicht eine einzige Messe in Sankt Petersburg verpasst. 

Wie MBK-Vertreterin Evgenia Petryashova mitteilte, steigt die Nachfrage von russischen Käufern in den vergangenen zwei Jahren ständig. Zuvor war das Handelsvolumen wegen verhängter Sanktionen deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig seien die Ansprüche der Kunden aus Russland an Hochleistungsgeräte gestiegen, weil sie Qualiät mittlerweile deutlich mehr zu schätzen wissen.

"Das Siegel „Made in Germany“ genießt nach wie vor Vertrauen. Trotz der Tatsache, dass deutsche Produkte oft teurer sind als die Angebote unserer Konkurrenten, werden unsere Produkte weiterhin nachgefragt. Wir versuchen, diesen schweren Konkurrenzkampf zu gewinnen", sagte Petryashova.

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