Gouverneur: „Deutsche Wirtschaft soll sich in Krasnodar wie zu Hause fühlen“

Laut der jährlichen Studie der Beratungsgesellschaft EY ist die Schwarzmeer-Region Krasnodar Russlands attraktivster Investitionsstandort. „Es ist grundsätzlich wichtig, dass sich die deutsche Wirtschaft in Krasnodar wie zu Hause fühlt“, sagt Gouverneur Weniamin Kondratjew, der am Montag am „AHK-Dialog mit dem Gouverneur“ teilgenommen hat.

Gouverneur: „Deutsche Wirtschaft soll sich in Krasnodar wie zu Hause fühlen“

55 Millionen Euro habe die deutsche Wirtschaft in den letzten fünf Jahren in die Region Krasnodar investiert, teilte der Gouverneur beim Gespräch mit den AHK-Mitgliedern mit. Der Handel der Schwarzmeerregion mit Deutschland habe im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro betragen. Krasnodar wolle seine Beziehungen zur deutschen Wirtschaft nun „punktuell und konkret“ ausbauen, um deren Interessen besser zu entsprechen und auch noch mehr deutsche Investitionen anzuziehen.

In der Region Krasnodar gibt es neun eisfreie und rund um das Jahr schiffbare Häfen, auf die 30 Prozent des russischen Außenhandels entfallen. Außerdem verfügt die Region über drei internationale Flughäfen und ein verzweigtes Verkehrsnetz, das Zugang zu den größten Märkten Europas und Zentralasiens bietet. Die Regierung der Region bietet ausländische Unternehmen 50 unterschiedliche Fördermaßnahmen an, darunter Beratung, Subventionen, Fördergelder und zinsgünstige Kredite. In keiner anderen russischen Region kann sich ein Investor seinen Aufwand für Bau oder Modernisierung von Infrastruktur bis zu 100 Prozent von der Staatskasse erstatten lassen.

Für Projekte, die im Sinne des russischen Rechts als „groß angelegt“ eingestuft wurden, gibt es zudem die Möglichkeiten, Grundstücke ohne die sonst übliche Ausschreibung zu bekommen. Wer schnell und mit minimalem Kostenaufwand eine Produktion aufbauen will, kann fertige Infrastrukturen der vier Industrieparks nutzen. Ihre Residenten können je nach Höhe ihrer Investition für eine Dauer von bis zu zehn Jahren von der Gewinn- und Vermögensteuer befreit werden. Für jedes geplante Projekt in der Region Krasnodar bekommen Unternehmen einen Manager zugeteilt, der den Investor zu verfügbaren Fördermaßnahmen berät und bei der Lösung von Problemen unterstützt.

In Krasnodar sind bereits deutsche Unternehmen wie Knauf, Still, CLAAS, Metro, BASF, Rhenus aktiv, viele von ihnen wurden nach erfolgreicher Lokalisierung sogar als regional systemrelevant eingestuft. Ausgehend von der wirtschaftlichen Spezialisierung der Region Krasnodar erscheinen Branchen wie die Herstellung von Maschinen für die Nahrungs- und Verarbeitungsindustrie, Produktion von Saatgut, Anbau von Feldfrüchten, Produktion von Pflanzenschutzmitteln aber auch Öl- und Gassektor, Wohnungs- und Straßenbau besonders attraktiv für deutsche Unternehmen. Außerdem hat die Region Interesse an einem Erfahrungsaustausch bei Planung und Bau unter Einsatz von neuen Öko-Standards und Öko-Technologien.

Nach einer Präsentation der Region stellte sich Gouverneur Kondratjew den Fragen der AHK-Mitglieder in offener Diskussionsrunde. „Es ist die Aufgabe der Regierung, meine persönliche Aufgabe und die Aufgabe meiner Kollegen, die Bedingungen zu schaffen, damit die deutsche Wirtschaft und die Wirtschaft der Region sich zu einer beiderseits vorteilhaften Zusammenarbeit zusammenfinden.“

Vorträge zu besonders aussichtsreichen Kooperationsbereichen mit Krasnodar und zu seinem Wirtschaftspotenzial sind unter diesen Link zu finden. Fotos von der Veranstaltung gibt es auf der offiziellen Facebook-Seite der AHK.

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